Farbe von Augenringen

Looking at wrinkles

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1. Gelbe Augenringe

Gelbe Augenringe sind weniger weit verbreitet als die dunklen Varianten. Besonders hier sollten mögliche Krankheiten als Ursache ausgeschlossen werden.

Bei den bläulich-rötlich bis dunkel verfärbten Augenpartien sind vorrangig durchscheinende Gefäße die Ursache. Anders verhält es sich bei gelben Augenringen. Ist die Schattierung der Augenringe gelb-bräunlich, könnte eine Hyperpigmentierung als Ursache für gelbe Augenringe in Frage kommen. Diese ist nicht selten erblich bedingt und bietet auch somit keinen Grund zur Sorge. Auch intensive Sonneneinstrahlung und häufige Solariumbesuche können eine solche Hyperpigmentierung verursachen. Bei gelben Augenringen kann es sich zudem um eine Alterserscheinung handeln, die ebenfalls auf die veränderte Pigmentierung zurückzuführen ist.

Neben den genannten harmlosen Ursachen sollten gelbe Augenringe jedoch immer auch ärztlich abgeklärt werden. Sie sind häufig auch ein Symptom für:

  • Erkrankungen der Leber
  • Erkrankung der Nieren
  • Erkrankung der Galle
  • Erkrankung der Schilddrüse.

In diesem Fall lagern sich zum Beispiel Abfallstoffe des Körpers, die nicht mehr organisch abgebaut werden können, unterhalb der Augen ab. Auch der gelbe Farbstoff Bilirubin, der bei Hepatitis vermehrt auftritt und für eine gelbliche Verfärbung der Haut und der Augen bekannt ist, kann für gelbe Augenringe verantwortlich sein.

Ist die Ursache für gelbe Augenringe eine gesundheitliche, so sollten die Augenringe auch mit erfolgreicher Behandlung der Erkrankung verschwinden.

2. Dunkle bis schwarze Augenringe

Dunkle bis schwarze Augenringe sind in der Regel ein Zeichen für einen Sauerstoffmangel im Blut. Betroffene müssen zwischen akut auftretenden dunklen Augenringen und einem dauerhaften Zustand unterschieden.

Dunkle bis schwarze Augenringe entstehen grundsätzlich, wenn dunkle Blutgefäße durch die empfindliche Hautpartie unter dem Auge durchscheinen. Bei manchen Menschen sind dunkle Augenringe genetisch veranlagt und nicht selten auch durch familiäre, ethnische Einflüsse bestimmt. Die Zusammensetzung des Blutes in Verbindung mit der Empfindlichkeit der sehr dünnhäutigen Augenpartie sind in diesem Fall die Ursache. Hier lassen sich dunkle Augenringe kaum verhindern, lediglich in ihrer Ausprägung mildern und gegebenenfalls durch spezielle Produkte kaschieren.

Treten dunkle Augenringe akut auf, ist dies auf eine kurzfristige Veränderung des Blutes zurückzuführen. Sauerstoffmangel lässt das Blut dunkler werden. Im Umkehrschluss sind schwarze Augenringe ein Zeichen für einen stark verminderten Sauerstoffgehalt. Erst einmal ist dies wenig besorgniserregend. Schlafmangel, eine durchzechte Nacht und erhöhter Alkohol- und Nikotinkonsum beeinflussen den Sauerstoffgehalt und sorgen für dunkle Augenränder am nächsten Morgen.

Die Zusammensetzung des Blutes wird zudem auch durch die Ernährung beeinflusst. So können schwarze Augenringe auch auf eine bestehende Mangelerscheinung hindeuten.

Wer längerfristig unter schwarzen Augenrändern leidet, sollte eine Änderung seines Lebensstils in Betracht ziehen:

  • sich viel bewegen
  • ausreichend schlafen
  • sich regelmäßig an der frischen Luft aufhalten
  • sich gesund ernähren

3. Blasse bis graue Augenringe

Blasse bis graue Augenringe werden nicht so akut wahrgenommen wie dunkel verfärbte Augenpartien. Dennoch sind sie nicht selten auch ein Zeichen von Mangelerscheinungen.

Während zumeist dunkle Augenringe beklagt werden, sind helle bis graue Augenringe weniger verbreitet und werden auch nicht unbedingt als problematisch angesehen. Oft liegt der Grund für helle Augenringe in der fehlenden Pigmentierung der Haut. Somit treten auch häufig im Alter erst helle bis graue Augenringe auf. Weiterhin klagen zuweilen auch Frauen in der Schwangerschaft über weiße Augenringe. Auch hier ist eine veränderte Pigmentierung Ursache.

Akut auftretende helle bis graue Augenringe sind darüber hinaus oft ein Zeichen von mangelnder Durchblutung, insbesondere wenn die Haut einen gräulichen, fahlen Ton annimmt. Die mangelnde Durchblutung wirkt sich dann gerade in der sehr dünnen und empfindlichen Partie unter den Augen aus. In diesem Fall schaffen ausreichende Bewegung und frische Luft schnell Abhilfe. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung kann ebenfalls ihr Übriges dazu beitragen, um die Haut insgesamt besser zu durchbluten, so dass sie eine gesündere Färbung annimmt – auch unterhalb des Auges.

Helle bis graue Augenringe sind eher selten ein Zeichen für Erkrankungen. Dennoch sollten Betroffene sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen und mögliche Ursachen abklären lassen. Insbesondere, wenn weitere Symptome wie helle Partien um den Mund oder Erschöpfungszustände hinzukommen.

4. Rote Augenringe

KARTOON ADAM

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Rote Augenringe wirken besonders ungesund. Bevor sie zu verschiedenen Cremes und anderen Mitteln greifen, sollten Betroffene zunächst die mögliche Ursache abklären lassen.

Zunächst einmal sollte festgestellt werden, ob die rötliche Verfärbung unter den Augen durch eine Rötung der Haut selbst oder durch ein Durchscheinen darunterliegender Blutgefäße entsteht. Gerade letzteres ist eine häufige Ursache für Augenringe.

Man spricht in diesem Fall von halonierten Augen. Da die Hautpartie unter dem Auge nur wenig Fettgewebe besitzt, werden die feinen Äderchen, die darunter verlaufen, sehr gut sichtbar. Je nach Färbung des Blutes erscheinen Augenringe dann rötlich, bläulich oder dunkelgrau bis schwarz. Sauerstoffreiches Blut ist heller als sauerstoffarmes. In diesem Fall sind Augenringe dann rötlich, besonders, wenn die Haut eine sehr helle Pigmentierung aufweist.

Rote Augenringe sind zudem häufig ein Zeichen für eine überreizte, entzündete Augenpartie. Die Ursachen für rote Augenränder können demnach Überanstrengung der Augen (beispielsweise nach langer Arbeit vor dem Computer-Monitor), Bindehautentzündungen und auch häufig für Allergien sein. In diesem Fall empfiehlt es sich, darüber nachzudenken, welche Besonderheiten im Alltag womöglich mit dem Auftreten der roten Augenringe in Zusammenhang stehen könnten.

Viele Menschen neigen auch bei Erkältungskrankheiten dazu, rote Augenringe zu entwickeln. Dieser Effekt wird durch eine blasse Gesichtshaut verstärkt. Treten rote Augenränder so akut und durch den momentanen Gesundheitszustand erklärbar auf, besteht kein Grund zur Besorgnis.

5. Braune Augenringe

Braune Augenringe sind weniger weit verbreitet wie bläuliche Varianten. Auch wenn Erkrankungen der Leber, der Niere, der Galle oder auch der Schilddrüsen die Entstehung von braunen Augenringen begünstigen, können die Ursachen auch völlig harmlos sein.

Augenringe können grundsätzlich in zwei verschiedene Arten unterschieden werden.

  • Halonierte Augen

Als „halonierte Augen“ beschreibt die Medizin den Effekt, wenn feine Blutgefäße durch die sehr dünne Hautpartie unterhalb der Augen durchschimmern. Die Farbnuance der so entstehenden Augenringe reicht von rötlich und lila über bläulich, grau bis hin zu schwarz. Welche Farbe die Augenringe letztendlich besitzen, hängt mit der Zusammensetzung des Blutes und der Pigmentierung der Haut zusammen.

So kann es auch vorkommen, dass die Kombination aus sauerstoffarmen Blut und einem dunkleren Hautton zu braunen Augenringen führt. Die Ursache könnte sowohl genetischer Natur sein als auch ein Zeichen von Schlafmangel, falscher Ernährung oder übermäßiger Koffein-, Nikotin- und Alkoholkonsum.

Auch verschiedene Krankheiten bewirken braune Augenringe. Besonders bei dauerhaften braunen Augenringen sollte ein Arzt aufgesucht werden, um Erkrankungen der Leber, der Nieren, der Galle oder der Schilddrüsen auszuschließen.

  • Hyperpigmentierung der Haut

Die zweite bekannte Art von Augenringen ist eine mögliche Hyperpigmentierung der Haut. Ist die Haut unter den Augen stärker pigmentiert, ist sie dunkler. Braun ist dabei eine sehr häufig auftretende Schattierung. Diese Form von Augenringen ist häufig erblich bedingt. Auch bei Schwangeren und älteren Menschen tritt zuweilen eine Hyperpigmentierung auf.

6. Blaue Augenringe

Krank

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Blaue Augenringe sind häufig Ergebnis einer durchzechten Nacht. Treten sie nur akut auf, lassen sie sich schnell wieder durch eine gesunde Lebensweise wegbekommen. Anders verhält es sich, wenn blaue Augenringe ständige Begleiter sind.

Blaue bis lila Augenringe deuten auf einen Sauerstoffmangel im Blut hin. Das ist zunächst einmal nicht unbedingt besorgniserregend.

  • Schlafmangel
  • Stress
  • erhöhter Alkohol- und Nikotinkonsum

beeinflussen die Zusammensetzung des Bluts.

Je sauerstoffärmer es ist, umso dunkler wirkt es. Die empfindliche Hautpartie unterhalb der Augen weist eine nur sehr dünne Fettschicht auf, die darunterliegenden Gefäße schimmern hier eher durch als an anderen Stellen des Körpers. Besonders wenn die Gesichtshaut blass ist, kommt es dann nach einer langen Nacht zu den blauen Augenringen.

Weitere Faktoren sind:

  • Allgemeiner Stress
  • eine ungesunde und nicht ausgewogene Ernährung
  • wenig frische Luft

Auch genetische Voraussetzungen können für blaue Augenringe Ursache sein. Neigen Eltern, Geschwister oder Großeltern zu Augenrändern, ist eine Vererbung dieser Veranlagung sehr wahrscheinlich.

Bevor Betroffene zu Cremes und Salben greifen oder sich mit den blauen Augenringen einfach abfinden, ist es jedoch ratsam, einen Arzt auf das Problem anzusprechen. Durch Erstellung eines Blutbildes, kann dieser eventuell krankheitsbedingte Ursachen von Augenringen feststellen. Auch Mangelernährung, die ebenfalls dunkle Augenränder begünstigen, können so erkannt werden.

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